29. April 2017

Das perfekte Etuikleid mit Makerist und "Pingelinge": Ein Test auf Herz und Nieren.

Wer Inge Szoltysik-Sparrer aus dem Fernsehen kennt, weiß, dass sie immer perfekt gekleidet ist und Wert auf schöne, handwerkliche Verarbeitung legt.

Man kann sie dafür lieben oder hassen, aber Bewunderung muss man ihr dafür einfach zollen.
Perfekt sitzendes Etuikleid nähen mit Inge Szoltysik-Sparrer @frauvau.blogspot.de
Als von Makerist die Ankündigung kam, dass es einen Kurs für das "Perfekte Etuikleid" mit "Pingelinge" geben würde, wusste ich: Den muss ich haben! Etuikleid... und dann noch mit Inge... Ein Traum!
Nicht, dass ich mir Illusionen mache, dass ich Inges tolle Figur hätte - aber hey, die Verpackung macht ja bekanntlich viel aus, und Nähtricks lernt man ja immer gerne.
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Umso schöner war dann, dass ich den Kurs "Maßgeschneidert: Perfekt sitzendes Etuikleid nähen" tatsächlich von Makerist zur Rezension angeboten bekam.

Das (meiner Meinung nach doch recht gelungene) Ergebnis könnt ihr ja hier schon sehen.
Ein paar Details und was mir am Nähen mit Inge gefallen hat und was vielleicht auch nicht, das darf ich euch heute erzählen...



Der Kurs ist sinnvoll in 14 Teile (plus Intro) aufgegliedert.

In der ersten Episode stellt Inge das Material kurz vor.
Wer als Hobbyschneider nicht das Eichhörnchen-Gen besitzt und ohnehin schon alles erdenkliche an Material und Werkzeug gesammelt hat, der könnte erstmal kurz erschlagen sein von den vielen Materialien, die man braucht. Aber keine Angst, es geht auch mit etwas weniger.
Mit ein klein wenig Improvisation kann man auch ohne Bügelbock auskommen, und der Schneiderwinkel wird dann eben kurz durch's Patchworklineal ersetzt etc.
Und auch, wenn ich die Bügelstation gerne hätte: Ein ordinäres Dampfbügeleisen tut es ebenso.

In Episode zwei und drei wird zugeschnitten und verstärkt.
Etwas lang geraten fand ich das vorbereitende Abbügeln des Stoffes. Ob man das nun unbedingt in Echtzeit sehen muss oder eine Erwähnung reicht, möge jeder selbst entscheiden.

Mein Stoff (Baumwollpiqué mit Stretch-Anteil) war ja etwas robuster und unempfindlicher als der von Inge verwendete Wollstoff, deshalb hatte ich den bereits vorgewaschen und gebügelt bereitliegen. Abbügeln würde ich nur bei Stoffen, die ich nicht vorwaschen könnte. Und in dem Moment, in dem ich das schreibe, weiß ich: Was nicht gewaschen werden kann, hätte eh keinen Platz in meinem Kleiderschrank...!

Schön fand ich, dass der Zuschnitt und auch das Verstärken der Schnitteile nicht einfach so flott und unmotiviert abgehandelt wurde, sondern dass Inge immer genau erklärte, warum was wie gemacht wird.
Wo sie steckt, wo mit Fadenmarkierung gearbeitet wird, und wo ein Kreidedurchschlag reicht.
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Mal ehrlich: Die meisten schneiden nicht gerne zu, oder? Wir wollen ja viel lieber nähen!
Ein ordentlicher Zuschnitt ist aber nunmal das A und O für ein ordentliches Ergebnis, und das hört man auch deutlich bei Inge heraus.

Ich glaube, das ist das auch erste Mal, dass ich zwei verschiedene Einlagen in einem einzigen Armloch verwendet habe. (Immerhin: Nach Inges Erklärungen völlig logisch, dass man da nicht nur mit einer Einlage arbeiten kann. Wie konnte ich das nur jemals tun?)
Über Einlage allein könnte man wohl einen kompletten Kurs machen...

Springen wir mal zur Versäuberung mit der Overlock.
Für die meisten Hobbyschneider dürfte es hier keine Neuigkeiten geben: Die Overlock ist unser bester Freund, und zumindest ich möchte sie nicht mehr missen.
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Immer dran denken: Fadenenden vernähen! Inge sieht das! ;)
In Episode vier dürfen wir endlich nähen, und zwar die Ärmel.

Inge erklärt, wie die Ärmel später im Kleid sitzen sollen, wie man die Armkugel einreiht und durch dressieren (also "in Form bügeln") schon im Vorhinein formt, so dass sie sich später leichter in das Kleidungsstück fügt.
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An dieser Stelle war ich leicht am Verzweifeln, denn es ist nunmal Fakt, dass sich die im Kurs verwendete Wolle besser dressieren lässt, als Baumwolle.
Die lässt sich nämlich recht schlecht dressieren, und so habe ich mich an dieser Stelle von Inge getrennt und meine bereits beim Hemdblusenkleid erprobte und für gut befundene Verarbeitung mit Schrägband angewandt. Das wuppte dann wieder.
Manchmal darf man es aucheinfach so machen, wie es für einen persönlich am besten funktioniert, finde ich. (Aber verpetzt mich zur Sicherheit nicht bei Inge!)

Wo wir gerade bei Ärmeln sind:
Die Armlöcher wirkten am Schnitt geradezu erschreckend klein. Ich habe ernsthaft überlegt, ob ich nicht schon vorher das Armloch (und natürlich die Kugel) anpasse, denn ich habe ja bekanntermaßen Oberarme wie ein Preisboxer und wollte mir das hübsche Kleid nicht durch nicht-sitzende Ärmel vermiesen.
Gut, dass ich es nicht getan habe! Die Armlöcher sind in der Tat groß genug, und auch die Ärmel sitzen tadellos, und zwar ohne, dass ich den Schnitt spreizen musste.
4 cm Einhalteweite und ein Schnitt vom Profi machen sich eben doch bemerkbar.



Geplant war eigentlich, am Kleid einen Bubikragen anzubringen, um das doch recht heftige Muster etwas zu brechen, aber da kam was dazwischen...
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...nämlich die Belegverarbeitung am Halsloch.

Ganz ehrlich, ich habe mich gewundert, warum die Belege angebracht werden, bevor die Schulternähte geschlossen werden.
Den Halsbeleg habe ich sonst immer in einem Rutsch angebracht, so konnte ich im Zweifelsfall auch noch Änderungen an der Schulternaht vornehmen - das geht bei der Verarbeitung, wie sie im Kurs ist, nicht mehr so einfach.
Jedenfalls habe ich für euch genau so weitergemacht, wie im Kurs vorgesehen, und meinen Bubikragen geopfert. Die Belegverarbeitung lief im Weiteren problemlos, aber die geänderte Reihenfolge hat sich mir ehrlich gesagt immernoch nicht ganz erschlossen.

Sorry, Inge. Meinen Halsbeleg werde ich wohl weiter so anbringen wie bisher.  Oder?
Wie macht ihr das eigentlich???

Von mir sehnlichst  erwartet: Die Abnäher im Vorderteil.
Diese verlaufen wie Wiener Nähte aus dem Armloch heraus gerundet über den Brustpunkt bis etwa zur Hüfte, wo sie als Abnäherspitzen enden.
An meinem Kleid sieht man die durch das Muster nicht so gut, aber an dem unifarbenen Kleid aus dem Kurs kann man den Verlauf sehr gut erkennen.

Mein Hirn machte schon Teilungsnähte draus, ich dachte an Colour-Blocking und Paspelverarbeitung, aber um den Schnitt erstmal auf Frau-Vau-Figurtauglichkeit zu testen, wollte ich mich auch brav daran halten.
Schon nur mit dem Vorderteil konnte man erahnen, dass diese Nahtführung der Figur schmeichelt...
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Tut sie auch.
(Ihr könnt mir glauben. Auch, wenn das Bild schief ist...)

Im Laufe der Verarbeitung des Rückenteils kommt dann auch der Nahtreißverschluss dran.
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Ich mag ja Nahtreißer und bin eigentlich mit meinen Reißverschlüssen auch immer recht zufrieden, aber hier zeigt sich einfach, dass man sich vom Profi halt doch immer was abschauen kann.

Der Reißer wird in die vorher geschlossene Rückennaht eingesetzt, und zwar mit zwei zusätzlichen Schritten, die das Ergebnis aber wirklich lohnen: Der Abschluss oben ist 1 A, und am Reißverschlussende gibt es 100%ig kein kleines Löchlein, das man mit Hand nochmal zusticheln müsste...
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Ebenfalls im Rückenteil: Die heißgeliebte Fächerfalte
Ihr wird eine ganze Episode gewidmet, und das ist gut so.

Wir alle haben schonmal Falten oder Gehschlitze eingenäht.
Ich auch, z. B. beim Bleistiftrock oder beim Weihnachtskleid, aber jetzt weiß ich, wo ich in meiner Verarbeitung künftig anders vorgehen werde.
Bereitwillig habe ich z. B. beim Weihnachtskleid übersehen, dass ja die Falte mit ihrem ganzen Gewicht an der kleinen Nahtzugabe der hinteren Mitte hängt... hätte ich hier die große Nahtzugabe aus diesem Kurs verwendet (und gewusst warum!), wäre das Ergebnis sicher noch schöner ausgefallen.

Die Fächerfalte im "perfekten Etuikleid" jedenfalls ist bei mir Liebe pur:
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Das tolle Ergebnis liegt natürlich daran, dass Inge wirklich Schritt für Schritt erklärt, was gemacht wird.

Noch ausbaufähig wäre in meinem Fall die handgestickte Fliege.
Aber für das erste Mal ist sie gar nicht so übel. (Sagt jetzt bloß nichts anderes, ich habe drei Mal aufgetrennt!)
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Beim Sticken der Fliege (und auch bei zwei oder drei anderen Gelegenheiten) hätte ich mir etwas bessere Nahaufnahmen gewünscht. Weniger Bildkomposition, dafür mal ganz nah ran an die Nadel/das Füßchen/die Finger!

Immerhin... Darunter fächert es so herrlich, ich kriege gar nicht genug davon!
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Merkt man, dass ich hin und weg bin?

Sogar von innen sieht die Falte ordentlich aus - dafür sorgt dann "Pingelinge" schon, kleine Handsticheleien machen eben doch viel aus.
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Alles zusammen macht sich dann echt gut, finde ich.
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Das Füttern des Kleides ist eine Sache für sich, und so ist auch im Kurs das Nähen und vor allem das Einsetzen des Futters etwas anders gehandhabt, als wir es vielleicht im normalen Hobbybereich gewohnt sind.
Ich muss sagen: Hach! Inge macht das so schön, da könnte man direkt ins Schwärmen geraten.

Mein Futter (das grüne, das ihr schon so gut kennt...) habe ich im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, um dem Stretchanteil in meinem Hauptstoff gerecht zu werden.

Anfangs habe ich noch gezweifelt, denn Abnäher im schrägen Fadenlauf? Na...
Wider Erwarten hat alles toll funktioniert, und auch der Futterkeil am Schlitzende sah für meine Begriffe dank Inges Anleitung traumhaft aus...
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Wer mich auf Instagram abonniert hat, weiß es ja schon... die Nähgöttin kippte im Hintergrund vor Lachen vermutlich fast vom Stuhl:
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Bügelfail!
Das war's dann.
Man sollte eben nie "mal eben schnell" noch etwas abdämpfen wollen, nicht wahr?!
Dabei ist das Futter so strapazierfähig. Ich weiß selber gar nicht so richtig, wie das eigentlich passieren konnte. Klarer Fall von Näh-Demenz.

Inge meinte, ich solle da mein Label drübernähen, aber die Stelle liegt genau am Po, und sie war dann auch zu nah an der Naht und doch zu groß, als dass ich da Flickschusterei hätte begehen wollen. Bei jedem Anziehen hätte ich das ja gesehen und mich daran erinnert...
So weiß das ja keiner. (Und ihr verratet es ja nicht, oder? Das war von Anfang an so geplant!)
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Das corpus delicti wurde entsorgt und das Kleid wird fortan mit einem separatem Unterkleid getragen. Funktioniert prima, und vielleicht mache ich sogar noch ein giftgrünes Unterkleid extra nur für das "perfekte Etuikleid". Solche versteckten Knaller liebe ich ja sehr.

Gut, die Innenverarbeitung ist jetzt halt nicht so wunderherrlich wie gefüttert, aber trotzdem ordentlich. Dadurch, dass der Stoff relativ viel Körper hat, schlubbert auch nichts und zeichnet sich auch nichts durch.

Wie Inge immer wieder selbst im Kurs sagt: Es klappt nicht immer beim ersten Mal. Manchmal muss man nacharbeiten. Auftrennen, neu machen.
Auch der Profi kocht also nur mit Wasser, was natürlich wiederum den Sympathiefaktor bei mir gleich wieder steigert: Auch Inge hat einen Nahttrenner. Und auch ihrer liegt nicht einfach nur rum, sondern wird ebenso wie hier benutzt!



So wunderbar der Kurs war und so sympathisch "Pingelinge" rüberkommt - ein paar kleine Minuspunkte gab es dennoch. Es gibt noch Potential nach oben, was allerdings nicht kurs-, sondern eher plattformbezogen verbessert werden müsste.
Der Vollständigkeit halber seien diese Punkte trotzdem erwähnt. 

Was mich während des Arbeitens störte, war, dass die Wiedergabe - zumindest an mobilen Geräten - nicht an der Stelle fortgesetzt wird, an der man aufhört.
In meinem Leben gibt es keine 8-Stunden-Nähsessions mehr. Da will das Kind versorgt sein, der Tisch gedeckt, die Wäsche gewaschen werden und überhaupt. Ihr kennt das vielleicht?

Es ist etwas nervig, dann immer wieder suchen zu müssen, in welcher der Episoden man stehengeblieben ist, und dann dort auch noch den Zeitpunkt wiederzufinden. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Hobbyschneiderinnen via Handy oder Tablet die Kurse nutzen.
Hier ist definitiv Nachbesserungspotential vorhanden.

Meine "Arbeitssituation" sieht ja meist so aus:
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Bilderrätsel: Finde Inge!
Da ist kein Platz für einen sperrigen Laptop, das muss mobil funktionieren.

Ebenso vermisse ich die Möglichkeit, kurze Zeitspannen automatisch nach vorne oder hinten zu springen oder Lesezeichen und persönliche Notizen zu setzen.  Dies ist bei der englischsprachigen Plattform imho etwas besser gelöst.

Vor allem die "Lesezeichen" bzw. Notizen im Kurs sind ein Feature, das ich persönlich ständig nutze, und das mir hier schmerzlich fehlt. Das wäre noch ein Riesenpluspunkt, den man unbedingt hinzufügen sollte. So spult klickt man sich etwas planlos durch die Folgen und sucht halt das, was man sich nochmal anschauen wollte.



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Zur Perfektion gehört natürlich auch die Passform, ganz klar.

Während des Kurses gibt es einige Dinge, auf die Inge immer wieder explizit hinweist. Wie wichtig Markierungen für das Ergebnnis sind, zum Beispiel.
Auch einige Anpassungen werden angesprochen und durchgeführt, in diesem Fall leider nur eine kleine Anpassung der rückwärtigen Taillenabnäher und der Schulterbreite bzw. des Armloches.

Wer eine schwierigere Figur hat wird nicht umhin kommen, Inge persönlich zu befragen (das ist im Kurs möglich und eine tolle Möglichkeit, persönliches Feedback zu bekommen) oder sich selbst mit figurbezogenen Änderungen auseinanderzusetzen.
Für Anfänger ist dieser Kurs ganz klar nicht geeignet - aber das ist ja auch gar nicht der Anspruch, den er erhebt.

Ganz persönlich hätte ich es schön gefunden, wenn auf solche Dinge wie Längenanpassung, FBA oder SBA, die ja für viele Frauen sehr wichtig sind, und die trotzdem viele gar nicht kennen, eingegangen worden wäre.
Oder allgemeine Dinge wie "wenn es hier quer spannt, dann ist das dort zu eng". Ihr wisst schon, was ich meine.
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Meine Anpassungen waren schon vor dem Zuschnitt die üblichen Längenanpassungen im Oberteilbereich sowie oberhalb der Hüfte und eine kleine Hohlkreuzanpassung in der HM (1 cm).
Außerdem wollte ich ja ein Sommerkleid nähen, also habe ich die Ärmel auf Höhe des Abnähers gekürzt.

Bei der weiteren Anpassung im Kurs habe ich dann festgestellt, dass der Hüftbogen für mich zu hoch kam (etwa 4 cm), so dass ich diesen etwas nach unten verlegen musste.
Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich eher Oberschenkel als Hüfte habe, das erklärt vielleicht dieses Verschieben.

Gleichzeitig konnte ich in der Taille 4 cm herausnehmen, was ich gleichmäßig auf die Seitennähte und die vorderen Abnäher verteilt habe.
Die hinteren Abnäher habe ich um 3 cm verkürzt, so dass der Po etwas mehr Platz bekam.
Nächstes Mal dann vielleicht die Hohlkreuzanpassung um 1.5 cm, dann könnte das wieder besser klappen.
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Und nun?
Nun bin ich hochzufrieden mit dem, was herausgekommen ist!

Die Passform ist wirklich wunderbar, und gelernt habe ich viele kleine Kniffe, die ich auch weiterhin anwenden können werde.
Ignorieren werde ich vermutlich weiterhin diese Art der Belegverarbeitung, aber das hatte ich ja schon gesagt.

Ich hoffe jetzt auf Frühling, damit ich das Kleid auch endlich mal ordentlich ausführen kann.
Euch kann ich den Kurs "Maßgeschneidert: Perfekt sitzendes Etuikleid nähen" guten Gewissens empfehlen, wenn ihr immer auf der Suche nach kleinen Extra-Tipps seid.
Im Augenblick gibt es auf neue Kurse von Inge sogar noch Frühbucherrabatt, also nix wie los!

Mal ehrlich: Ich würde ihn wieder machen. Alleine schon wegen der Fächerfalte...!
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Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich die so toll finde?
...

Habt es hübsch und näht am verlängerten Wochenende was Schönes!

Herzlichst, eure fächergefaltete und "perfekt sitzende" ;)






An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals ganz herzlich ♥ bei den netten Menschen von Makerist, die mir unentgeltlich und verpflichtungsfrei den Kurs "Maßgeschneidert: Perfekt sitzendes Etuikleid nähen" zur Verfügung gestellt haben!
Diese Rezension spiegelt meine persönliche Meinung wieder, sollte euch jedoch nicht davon abhalten, euch selbst eine Meinung zu bilden.

Kommentare :

  1. Liebe Frau Vau,
    Dein Etuikleid ist Dir super gelungen, na ja die Kleinigkeit mit dem Futter ist unerheblich. Siehst gut aus, jetzt könnte der Sommer kommen.
    Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Ich habe auch beide Kurse von Inge, auch schon angeschaut, noch nicht praktisch umgesetzt...... Makerist könnte mehr Videos von dieser Qualität einstellen. Da ich auch craftsy Kurse nutze, habe ich bereits an Makerist eine Optimierung der Plattform gemeldet, mal schauen, was sich in Zukunft tut. Was mich auch stört, wenn ich eine bestimmte Erklärung suche, ist es zeitaufwendig. Ein schneller Vorlauf wäre besser, wie die Leiste zu bewegen. Ich schaue die Videos auch auf meinem mobilen Teil und die Suche nervt.
    Liebe Grüße
    Eva

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  2. Das Kleid sitzt granatenstark! Und ich LIEBE diese Stilbrüche ;)
    Und fast hast Du es gschafft, dass ich den Kurs gebucht hätte - nur trage ich zur Zeit keine Kleider...aber immerhin bin ich nun zweimal Frühbucher und freue mich schon!
    Liebe Grüße!
    Sandra

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  3. Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Den Kurs hatte ich bereits gebucht, konnte ihn aber aus Zeitgründen nicht verwirklichen.

    Die Belegverarbeitung interessiert mich kolossal. Bisher schließe ich meine Schulternähte, bevor ich den Beleg anbringe. Eine andere Hergehensweise erschließt sich mir nicht wirklich.

    Ich freue mich, dass in dem Nähkurs profihafte Verarbeitung gezeigt und das Warum erklärt wird. Ich mag das Pingelige gern. (Zeichne IMMER exakt 1,5 cm Nahtzugabe ein.)

    Das Passformproblem ist so vielschichtig, dass man meines Erachtens dafür einen separaten Kurs benötigt. Man kann leider nur auf das Offensichtliche eingehen.

    Zu deinem Kleid gratuliere ich dir. Es ist toll geworden. Es sitzt perfekt! Und nicht nur die Fächerfalte gefällt mir....

    LG Martina

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  4. Anonym11:58

    Vielen, lieben Dank für Deine Vorstellung. Die Hinweise auf die Oberarme und die Fächerfalten haben bei mir den Ausschlag gegeben, den Kurs zu buchen. Danke schön Frau V. :)

    LG
    Andrea

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Danke, daß Du Dir Zeit nimmst, mir einen Kommentar zu hinterlassen, ich freue mich sehr darüber! ♥
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Thanks for taking the time to leave me a comment, I really appreciate each one! ♥