MMM Gestrickt | Laminaria²

23. September 2015
Heute bin ich "schick in Strick" beim Me Made Mittwoch, und zwar in meinem naaaaaaaagelneuen Poncho. Jawohl. Richtig gelesen. Poncho.
Mein "herbstlicher Überzieher", sozusagen.
Laminaria squared - ein Poncho zum MeMadeMittwoch bei frauvau.blogspot.de
Gestrickt nach dem kostenlosen Muster "Laminaria" aus der knitty.
Vor gefühlten hundert Jahren habe ich mal die rechteckige Version aus Wollmeise Sockenwolle gestrickt, die ich auch heute noch gerne und viel trage. [Hier ist das Posting zu meiner Stola]

Es wurde Zeit für eine Neuauflage, und zwar als Poncho.
Laminaria² (Laminiaria, squared).
Laminaria squared - ein Poncho zum MeMadeMittwoch bei frauvau.blogspot.de
Dabei habe ich mich im großen und Ganzen an die Anleitung zum Dreieckstuch gehalten, das ich einfach verdoppelt habe.
Um mit dem Stern-Muster zu beginnen brauchte ich eine Maschenzahl teilbar durch 3 plus 4 Eckmaschen, also habe ich 79 Maschen provisorisch angeschlagen und dann einfach rund nach Anleitung weitergestrickt.
Keine große Sache also.
Laminaria squared - ein Poncho zum MeMadeMittwoch bei frauvau.blogspot.de
Die Anschlagsmaschen habe ich später aufgenommen und noch einige Runden glatt rechts gestrickt, so dass oben ein Rollbündchen entsteht - das finde ich ganz nett, muss ich sagen.
Laminaria squared - ein Poncho zum MeMadeMittwoch bei frauvau.blogspot.de
Im Nachhinein würde ich wohl 15 Maschen mehr anschlagen, um noch etwas mehr Weite in den Halsausschnitt zu bekommen.
Der Poncho geht zwar über den Kopf, aber mit der Brille muss ich schon immer arg aufpassen.

Die Spannweite nach dem Blocken beträgt gute 1,50 von Spitze zu Spitze.
Ausreichend für meine Größe, und nicht zu unpraktisch mit den Armen. Zu groß wäre ja auch blöde, wenn man mal ehrlich ist.
Laminaria squared - ein Poncho zum MeMadeMittwoch bei frauvau.blogspot.de
Ja, ich mag ihn.
Leicht, aber trotzdem warm.
Genau das richtige für's Büro zum Überziehen, wenn's einen fröstelt.
Oder bei den spätsommerlichen/frühherbstlichen Temperaturen auch nach draußen.

Gestrickt auf 3,5mm Nadeln mit Wollmeise Lacegarn.
Farbe? Keine Ahnung. Ein Unglücksrabe.
Irgendwo nahe beim Grünfink, den ich [hier] schonmal verstrickt habe. Nicht ganz so knallig, vielleicht. Doch eher Pesto? Wer weiß.
Schön grün auf alle Fälle.

Wer mag, schaut in den nächsten Tagen nochmal in die Linkliste rein, wo wieder wunderbare Damen unter der Führung von Karin (dreikah) ihre wunderbaren, selbstgemachten Kleidungsstücke präsentieren.
(Dabei fällt mir ein: Ist ein Poncho eigentlich ein Kleidungsstück oder ein Accessoire??? Bin ich heute regelkonform beim MMM? Egal, denn ich bin Batman! Oder doch eher Dracula?)
Laminaria squared - ein Poncho zum MeMadeMittwoch bei frauvau.blogspot.de
Macht es hübsch & schlaft recht fein!

WJSAL15 | Teil 1: Inspirationssammlung

20. September 2015
Heute ist das erste Treffen beim Winterjacken Sew Along des MeMadeMittwoch.
Thema ist heute die Inspiration. Oder besser: Inspirationssammlung.

Generell kein großes Problem - es wird wohl eher der Überfluss an Möglichkeiten sein, der viele von uns (mich auf jeden Fall!) heute nochmal ins Grübeln kommen lässt.

Immerhin kann ich sagen: Mein Stoff steht schon fest!
Es handelt sich um einen wunderbar weichen und nicht zu dicken Wollflausch (85 Wolle, 15 Kaschmir, 340g/lfm) in freundlichem schwarz.

Einzig der Schnitt bereitet mir noch Kopfzerbrechen.

Die ganze Zeit sammelte ich schon Inspiration auf Pinterest:
Folge Katrins Pinnwand „mäntelchen“ auf Pinterest.
Und trotzdem (oder gerade deshalb) immernoch die Fragen:
Jacke oder Mantel?
Eher weit? Oder doch schmal? Vielleicht anz modern in "eggshape"?
Mit oder ohne Kragen?
Taschen ja oder nein?
Reißer oder Knöpfe?

Burda 08/2011 gäbe gleich zwei Modelle her, die ich ganz hübsch fände:
Modell 103 und Modell 102 haben beide so ihre schönen Seiten - allerdings passt mein Stoff da eher nicht dazu, finde ich.

In der Patrones Extra (Nr. 249) fand ich auch zwei Mäntel, die mich extrem ansprechen:
Das Modell von Jil Sander (oben) hat so ein bisschen was retro-mäßiges, finde ich.
Sehr feminin, und ich mag es eigentlich, wenn Mäntel doppelreihig geknöpft sind. Trotzdem: Vielleicht ist er doch etwas "too much" für meine doch eher hosenlastige Alltagskluft?
Nummer zwei ist sehr schlicht, das wäre natürlich neutraler. Und einfacher zu nähen - ganz klar.

Spontan fiel mir auch eine Mrs. Stylebook in die Hand, und siehe da:
Mh. Ein schönes Mäntelchen.
Schlicht, aber nicht langweilig.
Einziges Manko: Der Gürtel.
Mäntel mit Gürtel (zumindest Wollmäntel mit Gürtel) sehen an mir immer seltsam aus. Wobei mir der Schalkragen gefallen würde...

Der auf dem Bild gezeigte Mantel ist auch nicht aus Wolle, sondern aus irgendeinem dünnen Material. Baumwollköper, vielleicht? Oder Satin?
Falls es jemanden der Mitlesenden interessiert: So sieht das "Schnittmuster" in diesen Heften aus - man sollte also einen gut sitzenden Grundschnitt haben, auf den man aufsetzen kann. Den hatte ich vor der Schwangerschaft, jetzt nicht mehr. Ob ich den Nerv habe während eines Sew-Alongs sowas komplett neu zu gestalten, bezweifle ich.

Bis heute ist noch keine Entscheidung gefallen. Da wären ja auch noch diverse Einzelschnitte, die ich der Einfachheit halber schon gar nicht mehr erwähne... dieses Posting würde sonst jeden Rahmen sprengen.

Bei manchen Mänteln gefallen mir die Kragen besonders gut (z. B. an diesem oder an diesem hier von Vivienne Westwood), bei anderen finde ich einige Details sehr schön, obwohl sie nicht winterstofftauglich sind (z. B. den Faltenwurf am Rücken dieses Mantels).

Manchmal braucht es auch eine genähte und veränderte Version eines Mantels, um ein Modell (nämlich das hier... brrrr!) überhaupt in die engere Auswahl zu ziehen.
Faszinierend, wie schön dieser Kurzmantel ist, wenn man das ganze überflüssige Gezuppel weglässt!

Ich schaue dann morgen mal rein, was sich auf der Linkliste so tut - vielleicht finde ich da ja was GANZ anderes?!
Bis dahin gehe ich in mich und überlege, welchen der vielen, vielen Mäntel ich denn nun am besten finde. Und ob und was ich genau brauche oder möchte.

Habt ihr einen Favoriten auf der Liste?
Eure Meinung würde mich interessieren - welchen Schnitt haltet ihr für Wollflausch-tauglich? Welchen würdet ihr einfach aus dem Bauchgefühl heraus nehmen?

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch!

10 Kleiderschrank-Träume für Herbst und Winter - meine ganz persönliche Liste

17. September 2015
...aus denen dann sowieso nichts wird, wenn ich mir das recht überlege.
Beweis: Meine Sommer-Nähliste. Vieles war geplant, Vorsätze waren gefasst - und dann? Dann kam vieles ganz anders.
Viel "Herznähen", wie Nadine das so schön und treffend nennt, wenig Planerfüllung.

Trotzdem: Planen ist ja SO schön! Und so entspannend!
Durch Hefte und Bücher schmökern, Klebezettelchen ein- und umkleben, Blogs lesen, Links anklicken, sich in der Zeit verlieren, Pinterest strapazieren... Ja, ich gebe es zu: Ich mache gerne Pläne!
Und wo es doch so Spaß macht, werde ich das auch für Herbst und Winter nochmal ausprobieren.
Vielleicht klappt es ja diesmal - wer weiß?!

  1. Das Wichtigste zuerst: Frau Vau braucht (na, möchte) einen neuen Mantel.
    Da kommt es mir gelegen, dass der MeMadeMittwoch einen Winterjacken-Sew-Along angekündigt hat, bei dem ich in guter Gesellschaft nähen werde.
    Der Schnitt steht noch nicht 100%ig fest, aber ich sammle fleißig Inspiration.
    Stoff ist schon länger vorhanden: Eine wunderbar kuschelweiche Wollflausch-Kaschmir-Mischung in schwarz. hachz

  2. Das Trenchkleid aus der La Maison Victor 1/2014.
    Das Kleid steht schon gefühlte Ewigkeiten auf meiner To-Sew-Liste und wird wohl ein Lemming-Teil, denn es steht auch in Nadines Herbst-Näh-Plänen, aber jetzt habe ich endlich auch einen schönen Stoff in betont freundlichem Grau dafür gefunden.

  3. Ich brauche höchstwahrscheinlich noch ein Wickelkleid (Burda 4/2015) mit langen Ärmeln.
    Im Sommer hatte ich ja schon eine kurzärmelige Version genäht, mit der ich sehr glücklich war.
    Für den Herbst sollte eine langärmelige Version her, so wie sie Monika schon im Frühjahr genäht hat.
    Stoff fehlt noch, denn mir schwebt da entweder eine leichte Wollmischung, etwas "taftiges" oder aber etwas mit eingewebten Metallic-Fäden vor. Bling!
    Hinweise werden gerne entgegengenommen. Wo könnte man was Passendes bekommen?

  4. Fledermausshirts über Fledermausshirts.
    Mit langen Ärmeln, natürlich.
    Wird langweilig?
    Mir nicht. Ich stehe auf den Schnitt, und ich brauche ganz oft einen schnellen Erfolg für zwischendurch! :)

  5. Aster. Ich brauche unbedingt eine Aster Bluse von Colette Patterns.
    Schnitt vorhanden (ich glaube, sogar schon geplottet... irgendwo im Stapel), Stoff noch unklar. Allerdings habe ich ein paar Blusenstöffchen im Stash, es sollte also klappen.

  6. Neuauflage der Bürzelweste.
    Ohne Stehkragen und mit leicht anderem Verschluss, aber das "Prinzip Bürzel" sollte erhalten bleiben.
    Inspiriert durch den Vivienne-Westwood-Sew-Along von Sybille (das Büro für schöne Dinge) und Claudia (Bunte Kleider), an dem ich heldenhaft nicht teilnehme, werde ich da vielleicht mal eine karierte Version in Angriff nehmen.
    Und mal einen Ärmelnessel drantackern, wenn ich schon dabei bin. Theoretisch müsste das ja gehen, wenn ich die Schulter noch einen Tick nach außen ziehe...
  7. Direkt von meiner Sommernähliste *hüstel* schleicht sich das Hemdblusenkleid herein (Burda 1/2004, Modell 113 oder McCalls 4769).
    Beide Modelle haben Vor- und Nachteile. Mal sehen...
  8. Inspiriert durch SuSe, die gestern beim MeMadeMittwoch ihre Ludwig Lässig Hose aus WEBstoff zeigte, habe ich mir den Schnitt mal geholt.
    Hosen muss ich ja - Gottlob! - eigentlich nicht unbedingt selber nähen, da ich meistens ohnehin Jeans trage (und ich erstaunlicherweise sogar bei zwei oder drei Marken fast blind kaufen kann), aber Abwechslung schadet ja nicht.
    Im Zweifelsfall gibt es halt eine weitere Sofa-Schlubber-Hose.
  9. Ich hätte ja immernoch gerne das Dodo-Kleid (Burda 10/2012, Modell 118A), das letztes Jahr schon beim WKSA für mich in der engeren Auswahl landete.
    Den Look mit dem Wasserfallkragen mag ich immernoch, und aus Tweed (oder Wolle generell) genäht ist so ein Kleid auch für kühlere Temperaturen nett - im Büro sowieso.
  10. Last, but not least: Brennend interessieren würde mich unter anderem auch das Pencildress von Schnittvision.
    Schlicht, einfach, aber sicher stiefeltauglich im Winter.
    Überhaupt: Schnittvision. Hach, so tolle Muster!
    Hat damit schonmal jemand gearbeitet? Ich bin ja sehr versucht, da mal gnadenlos zuzuschlagen...

Und ihr so? 
Einige haben ja schon gesagt, dass sie in Winter- und Herbststoffen schwelgen und auch schon für den MMM-Sew-Along planen... Habt ihr auch für die restliche Garderobe feste Nähpläne?
Baut ihr eure "Capsule Wardrobe" vom Sommer weiter aus?
Hier gilt ja wie immer: Alles KANN, nichts MUSS. Wenn mir was Nettes über den Weg läuft, kann es ganz schnell sein, dass der schöne Plan dahin ist... und dann ist HERZNÄHEN angesagt.
Aber träumen darf man doch mal, oder?
Und vielleicht habt ihr ja den ultimativen Tip für mich, wie ich dem Plan treu(er) bleiben kann als im Sommer?

Bis demnächst!

Fledermaus-Shirt: Die Discoausgabe.

10. September 2015
Gestern war es leider schon zu spät für den MeMadeMittwoch, aber zeigen wollte ich euch mein Superduper-Disco-Shirt trotzdem noch schnell.
Fledermaus-Shirt in der Disco-Version @frauvau.blogspot.de
Schnitt: Abgenommen vom Kaufshirt, und hier schonmal in anderer Version vorgestellt.
Stoff: Grauer Jersey mit großen, silbernen Punkten und passendes Bündchen.
Disco-Stu für Anfänger, sozusagen.

Fix genäht am Tag vor dem Urlaub.
Am letzten Tag brauche ich keine großen Experimente mehr, aber ein Jersey-Shirt ist dann doch das Richtige, um im Koffer vielleicht doch noch eine (gefühlte) Lücke zu füllen.
Fledermaus-Shirt in der Disco-Version @frauvau.blogspot.de
Halsausschnitt wie bei Version eins auch schon nach Hamburger Liebe eingefasst - das geht immer so flott und unkompliziert, und man wird mit einem sauberen Ergebnis belohnt, wie ich finde.

Und wo ich schon dabei war, habe ich gleich noch ein schwarzes Kaufshirt nett "gepimpt".
Das (nur minimal abgeänderte) Design stammt aus der App von Rhonna Designs und wurde dann einfach mit der kostenlosen Software plottertauglich bearbeitet.
Abends um acht am Tag vor der Abreise... Ausbeute meiner kleinen Panikattacke:
Fledermaus-Shirt in der Disco-Version und geplottetes Shirt @frauvau.blogspot.de
Übrigens... auch das erste Doppelgänger-Shirt hat schon geraume Zeit kurze Ärmel und wurde etwas schmäler genäht (der schwarze Interlock neigte doch sehr zum leiern).
Das Foto ist auch schon einige Wochen alt, deshalb die fiese Frisur.
Krakenshirt @frauvau.blogspot.de
Alle Shirts waren im Urlaub dabei und leisteten gute Dienste.
Langärmelige Versionen der "Fledermaus" für den Herbst/Winter sind zumindest im Kopf schonmal geplant.

Habt ihr schon Herbst- oder gar Winternähpläne?
Ich hätte ja Lust auf einen neuen Mantel...

Hexagons Quick & Dirty: Ein neues Kissen für den kleinen Mitbewohner

3. September 2015
Vor einiger Zeit bereits kam dieses kleine Stoffschätzchen bei mir an:
Ein weicher, fein gewebter Baumwollstoff von diwidu.com*, einer relativ neuen Seite, auf der Stoffe mit vorgefertigten Designs mit dem eigenen Namen oder Sprüchen bedruckt werden können.

Einige Zeit vorher habe ich eine nette Anfrage bekommen, ob ich den Stoff gerne testen möchte. Da ich die Idee gut fand (und immernoch finde), habe ich mich dazu bereiterklärt.

Der kurze Mitbewohner durfte sich "seinen" diwidu-Stoff selber aussuchen, und war ganz stolz, als der endlich mit der Post eintraf.
Dazu muss ich sagen: Die Lieferung ging tatsächlich wesentlich schneller als im Webshop angegeben, aber für das Kind war natürlich jeder Tag viel zu laaaaaaaaaaaaaaang...
Wer kennt das nicht?!

Das Stoffstück lagerte dann ein paar Wochen und wartete auf (m)eine Erleuchtung. 
Die kam am vergangenen Wochenende: Der Kindergarten startet ja wieder, und ein neues Kissen wäre doch vielleicht ganz nett?

Gesagt, getan.
Stoffe ausgesucht (auch hier war der kleine Mitbewohner am Werk, und ich muss sagen: ich bin ganz begeistert von seiner Wahl!) und Hexagons zugeschnitten.
Warum ich ausgerechnet Hexagons haben musste, kann ich euch auch nicht sagen. Das war so eine fixe Idee, die ich später beim Nähen mehrfach verflucht habe.

Eigentlich näht man Hexagons ja brav mit der Hand - und das würde ich auch jederzeit machen, aber der Zeitdruck hat mich dann doch an die Maschine gebracht.

Erstmal habe ich also alles in Reihen zusammengenäht und dabei immer schön darauf geachtet, dass ich mit der Naht erst 1/4" von der Kante entfernt beginne bzw. auch 1/4" entfernt davon ende.
(Tip: Bei Barbara werden im Augenblick verschiedene Spezialfüßchen vorgestellt, darunter auch mein heißgeliebter Patchwork-Fuss, mit dem man sich die Markierung der Nahtzugabe fast sparen kann...)
Als alles in Reihen genäht und die Nahtzugaben noch so hübsch offen waren wie auf dem oberen Bild zu sehen, ging es an das Aneinandernähen der Reihen - und damit an gefühlte 1000 Y-Nähte.
Die sind ja bekanntlich extrem beliebt bei allen...
Ehrlich: In Maßen habe ich gar nichts gegen Y-Nähte. Wenn man sauber arbeitet, ist alles wunderbar.
Aber diese Menge an Y-Nähten möchte ich aber in näherer Zukunft nicht nochmal mit der Maschine nähen...

Das komplette Hexagon-Teil habe ich anschließend auf einen Trägerstoff genäht.
Am Rand habe ich dafür die Nahtzugaben umgebügelt und aufgesteppt, den Rest habe ich mit geraden Linien gequiltet.
Zum Schluss musste ich nur noch die Seiten begradigen und das Kissenpaneel oben und unten säumen.

Damit ich keinen Reißer oder Knöpfe brauche, habe ich einen einfachen Hotelverschluss gewählt, so dass man auf der Rückseite die Enden der Hexagons sehen kann.

Irgendwie ist es mir leider entgangen, davon ein Foto zu machen. Glaubt mir bitte unbesehen, dass die Hexies im Kontrast zu dem weißen Stoff wirklich hübsch sind...
Das fertige Kissen wurde dann auch prompt schon am Tag vor dem Kindergarten beknuddelt.
(Im Vordergrund: Wohnzimmer City, und zwar das Hochhaus mit dem Dachrestaurant)
Der Kurze ist ganz begeistert von seinem neuen Kissen - und ich auch.
Anfang der Woche ist er mit stolzgeschwellter Brust in den Kindergarten gewackelt, das hat mich natürlich sehr gefreut.  Da waren die blöden Y-Nähte doch nicht umsonst... 

Das Ergebnis meines Tests in Kürze:
Der Stoff ließ sich gut verarbeiten, und wie ich finde, kommt er auch in kleinen Dosen gut raus.

Das muss er auch, denn im Augenblick sind die Stoffe - gemessen an "normalen" Patchworkstoffen - etwas teurer. Sie sind deshalb meiner Meinung nach eher für Patchwork und kleinere Arbeiten sinnvoll.
Die feine, weiche Qualität überzeugte mich allerdings durchaus.

Die Palette an Designs wird laufend erweitert: Seit meiner Bestellung gibt es schon wieder viel Neues im Shop. Mein persönlicher Favorit wäre "Letters", den ich mir sehr gut als Sofakissen vorstellen könnte. Oder vielleicht doch erst einen Interlock-Jersey für den Kurzen?
Mal sehen...

Ich bedanke mich an dieser Stelle sehr herzlich bei Miriam und Günes, den beiden "Macherinnen" von diwidu.com* für die Gelegenheit, ihren Stoff auszuprobieren und vorzustellen - mir hat's Spaß gemacht! 

Ganz zum Schluss dieses Postings möchte ich noch etwas in ganz eigener Sache loswerden: 
Es gibt sicher einige, die sich bereits zu Anfang gedacht haben "iiih, ein gesponserter Post" und sich angewidert abgewendet haben. Bitte, nur zu. 
Ich bin der Meinung, dass Stoffe nunmal unser Hauptmedium sind und deshalb auch zum Thema meines Blogs passen.
Seid versichert: Weder ich noch meine Meinung sind käuflich! Wenn ich mit dem mir zur Verfügung gestellten Stoff nicht zufrieden gewesen wäre, stünde dieser Beitrag auch hier - allerdings mit anderem Fazit.