WKSA Teil 1: Inspiration und Rückblick

14. November 2016
Es ist mal wieder so weit - der Weihnachtkleid Sew Along des MeMadeMittwoch Teams startet!
Wie immer gibt es mehrere Termine, und wie immer stellen wir uns beim ersten Termin den folgenden Themen:

- Inspiration und Rückblicke auf die Weihnachtsoutfits 2015, 2014, 2013, 2012, 2011
- Perfekt, ich weiß genau was ich nähen will und es ist schon alles da. Schnitt, Stoff, Zubehör.
- Oh weh, ich habe noch keine Ahnung und verlasse mich mal auf die Inspiration der Anderen.
- Ich weiß genau welcher Schnitt, aber keine Ahnung was für ein Stoff passt.
- Stoff ist da, aber welchen Schnitt solch ich nur nehmen?

Der Rückblick auf die letzten Jahre ist bei mir schnell erledigt, denn ich mache erst zwei Jahre mit.

Beim WKSA 2015 nähte ich Modell 121 aus der Burda 8/2012.
Ein Etuikleid mit dem ich zwar recht zufrieden war, das ich aber im Endeffekt tatsächlich nur zwei Mal getragen habe. Vielleicht, wenn ich die Ärmel doch noch abnehme?
WKSA Teil 1 Inspiration und Rückblick @ frauvau.blogspot.de
Wer weiß.
Den Schnitt an sich finde ich nämlich gut, aber die Ärmel... hm. 

Das WKSA-Modell von 2014 hat da (nach Manschette Nummer fünf) deutlich mehr wear & tear hinter sich und wir immernoch gern getragen:
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Auch hier ein Burda Schnitt, und zwar Modell  127 B aus der Burda 12/2014.

Für die anderen offenen Fragen gibt es in diesem Jahr für mich zum Teil klare Vorstellungen, zum Teil bin ich mir noch völlig unsicher und weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich will - vermutlich werfe ich nach einem Blick auf die Inspiration der anderen eh alles über den Haufen und verzettele mich maßlos.
Es wäre nicht weiter erstaunlich, denn der erste Termin ist immer ein Feuerwerk an neuen Schnitten, Habenwollen-Gefühl und WOW-Momenten für mich: Die Linkliste ist gefährliches Terrain!

Der erste Plan sieht vor, sowohl Schnitt als auch Stoff aus dem Vorrat zu verarbeiten (man kann ja mal einen guten Vorsatz fassen, schadet ja nicht...)
Außerdem soll das Weihnachtsoutfit diesmal auch wieder öfter getragen werden und sogar bürotauglich sein.
Damit wäre mein langjähriger Traum, nämlich ein Tüllrock, raus aus der Nummer. Zu gering ist die Chance, dass ich den tatsächlich mal ins Büro anziehe.

Im Rennen ist z. B. ein Betty Dress mit langen Ärmeln.
Meine Nähnerdversion vom Betty Dress (Sew Over It) finde ich ganz toll, und die Ärmelerweiterung habe ich mir auch schon vor einiger Zeit zugelegt.
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Stoff wäre vorhanden, wobei mir für die langärmelige Version aber schon wieder ein anderer vorschweben würde, den ich natürlich nicht vorrätig habe. Mh. Mal sehen.
Dafür bräuchte ich ohnehin auf jeden Fall zuerst einen Nessel um zu sehen, wie die Ärmel sitzen. 

Dann wäre da noch die Pussy Bow Blouse (ebenfalls Sew Over It).
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Schnitt vorhanden, Stoff sowieso - und man kann sie auch zu Jeans tragen. Eindeutig ein fettes Plus!

Jens werde ich mir natürlich keine nähen, aber vielleicht ist ein Bleistiftrock dazu drin - Schnitt noch unklar, aber in meinen Burda-Archiven findet sich ganz bestimmt einer, und ansonsten wäre da auch noch Vogue 8697, den mir Frau Nahtzugabe freundlicherweise mal geschickt hat.

Vielleicht auch nochmal ganz klassisch ein Etuikleid?

Oder ganz Sofatauglich eine Ludwig Lässig Hose mit Sweatblazer?
Das wäre vermutlich am bequemsten und realistischsten, wenn ich mir die Menge an Feiertagsessen so vorstelle. Da fühle ich mich eher nach Jogginghose und Fläzshirt als nach figurbetonten Klamotten...



Außerdem liegt hier noch ein Dirndl-Schnitt mit einem traumhaft schönen Schneewittchen-Kragen, das ich vielleicht mit besagtem Chambray und ein paar gezielten Stickereien auf durchaus "nicht-dirndelig" abbiegen könnte.
Mein Dirndl-Dilemma fand nämlich leider so gar keine weitere Verwendung (man trägt hier sowas einfach nicht!), und so geht der Trend eher nicht zum "Zweit-Dirndl". Oder etwa doch?



Ihr seht, ich bin total entschlossen und planvoll in diesem Jahr. hüstel
 Außerdem tendiere ich fast nur zu Zweitauflagen erprobter Schnitte - es wird hier also völlig unspektakulär zugehen, tut mir leid.
Ich verlasse mich eigentlich auch ein bisschen darauf, dass mich die anderen Teilnehmerinnen im Laufe der nächsten Tage noch zu Schnitt- und Stoffkäufen verführen werden, sonst muss ich am Ende wirklich noch aus dem Vorrat arbeiten ... ;)

Und jetzt: Ab zu den anderen! Schauen, was die so treiben. Die Linkliste für Teil 1 ist noch bis Freitag offen! :)

DIY | Batman Laterne (Last Minute St. Martin mit Plotter-Freebie!)

11. November 2016
Ja, in der Tat ist es die letzte Minute - aber mehr als dreißig Minuten braucht ihr auch nicht um euch (oder eurem "großen" Kind, das schon zu cool für normale Martinslaternen ist) eine echtes Nerdlicht zu basteln: Eine Batman Laterne!
frauvau.blogspot.de - Batman Laterne DIY (Last Minute St. Martin mit Plotter Freebie)
Ihr braucht lediglich einen großen Bogen Tonkarton, durscheinendes Papier oder Architektenpapier (weißes Backpapier geht auch), ein Stück Draht oder Schnur, Kleber und euren Plotter.

David Page Coffin: Hemd und Design

29. Oktober 2016
Achtung, [UPDATES] im und am Ende des Artikels! ♥

Liebt ihr Nähbücher auch so sehr?
Könnt ihr auch an keinem DIY-Bücherregal vorbeigehen, ohne zumindest mal in ein paar Bücher reinzublättern?
Dann geht's euch wie mir.

Als ich über diese Neuerscheinung im Stiebner Verlag gestolpert bin, war das auch so: Spontanes "Habenwollen", denn schon einige Zeit spielte ich mit dem Gedanken, mir die englische Originalausgabe "The Shirtmaking Workbook" zuzulegen.  Eine deutschsprachige Ausgabe ist natürlich noch besser!

Nun liegt hier also "Hemd und Design - Das große Ideenbuch" von David Page Coffin, und ich darf euch einen kleinen Einblick geben und gleichzeitig verraten, was mir an dem Buch gefallen hat - und was vielleicht auch nicht.
Hemd und Design von David Page Coffin - eine persönliche Rezension von frauvau.blogspot.de

MMM | Esme Maxi Cardigan Nummer 2 - Die graue Maus

26. Oktober 2016
Me Made Mittwoch!
Heute mit Esme.

Besser: Meinem Esme Maxi Midi Cardigan Nummer 2.
Frau Vau am MeMadeMittwoch: Esme Maxi Cardigan (Named Clothing) Nr.2
Die "Graue-Maus-Esme" ist aus einem traumhaft leichten, metallisch glänzenden Strickstoff entstanden, den mir - wie auch den Stoff für Esme Nummer eins - Ute bei Jippel in Flensburg besorgt hat (Danke nochmals, meine Liebe!).

Ich finde Esme grandios und überlege, ob ich nicht noch mehr Versionen brauche:
Eine dickere aus Strick, eine oder zwei noch kürzere , und vielleicht auch nochmal welche ohne Taschen oder mit Futter.
Denn das einzige, was mich nach einigem Tragen von Esme Nr. 1 und 2 nicht hundertprozentig überzeugt, ist die auf Dauer doch recht offene Innenverarbeitung:
Frau Vau am MeMadeMittwoch: Esme Maxi Cardigan (Named Clothing) Nr.2
Klar, man steht nicht den ganzen Tag da und hält das Mäntelchen auf, aber... hm.
Ihr versteht, was ich meine.
Anfangs fand ich das gar nicht schlimm, aber jetzt muss ich ab und zu denken, dass man das vielleicht etwas eleganter hätte lösen können. 

Die tollen ausgefransten Stoffkanten habe ich entlang des Kragens und der Ärmelabschlüsse verarbeitet.
Ich konnte sie einfach nicht wegschneiden!
Frau Vau am MeMadeMittwoch: Esme Maxi Cardigan (Named Clothing) Nr.2
Die vorderen Taschen sind wieder mit leichtem Jersey gefüttert, und zwar in schwarz. Das ist durchaus gewollt und nicht etwa einer plötzlichen Farbenblindheit zuzuschreiben. Mir gefällt es, wenn das Schwarz hervorblitzt und so den graue-Maus-Effekt ein bisschen dämpft.

Denn obwohl der Stoff wunderbar ist: Es ist kein reines Grau, sondern hat einen ganz leichten Stich ins Beige, und wie ein Weizenbrötchen möchte ich nicht aussehen. *hust*
Frau Vau am MeMadeMittwoch: Esme Maxi Cardigan (Named Clothing) Nr.2
Die Nahtzugaben der Schultern habe ich ebenso wie die Teilungsnähte im Vorderteil mit einem schmalen, schräg zugeschnittenen Streifen dünner Gewebeeinlage bebügelt.
Das hält den Stoff vom Ausleiern ab und hat sich bei der schwarzen Mädchen-Glitzer-Esme schon bewährt. Ich mag einfach dieses durchsichtige Gummizeugs nicht, das jetzt immer so gern verarbeitet wird. Da lieber ein Streifen Einlage oder Formband, wenn man den Stoff ohnehin bügeln kann.
 
In der Verarbeitung gab es nur ein paar wenige Änderungen am Kragen und den Ärmelabschlüssen, die der Verwendung der Webkante des Stoffes geschuldet sind. Sonst ist Esme immernoch der tolle, einfach und flott zu nähende Cardiganschnitt, den mir Monika vor so vielen Monaten schon ans Herz gelegt hat.
Frau Vau am MeMadeMittwoch: Esme Maxi Cardigan (Named Clothing) Nr.2
Schnitt: Esme Maxi Cardigan von Named Clothing, gekürzt, (mehr dazu bei Version 1).
Genäht immernoch in 36/38. Ich finde das gut so, wegen der überschnittenen Schultern. Der Gattericht nennt es "den Fransenlappen" und meint, eine Größe kleiner wäre vielleicht noch drin.
Stoff: Jippel Flensburg
Änderungen: Bis auf die Länge und ein paar Verarbeitungsänderungen: Keine.

Und damit entlasse ich euch auch schon zum MeMadeMittwoch, wo heute Petra (Frau Prinzenrolle) die Vortänzerin für viele tolle Menschen in selbstgenähter Kleidung gibt und uns verrät, wie sie den MMM auf die Straße trägt - vielleicht findet das Nachahmer, denn das finde ich ganz grandios!

Herzlichst, eure

Plotterserie "Nähen und Schneidern" von Fusselfreies

20. Oktober 2016
Probeplotten für Fusselfreies - Lichtkasten @frauvau.blogspot.de
Ach, wenn's doch nur so wäre!
Manchmal müsste so ein Tag einfach weniger aus "muss" und mehr aus "kann" bestehen.

Und manchmal, wenn nicht so viel Zeit zum Nähen bleibt, kommt der Zufall daher und bringt eine andere Möglichkeit, sich nett zu beschäftigen:
In den letzten beiden Wochen durfte ich für Georgi von Fusselfreies* eine neue Serie Plotterdesigns probeplotten und ich muss sagen: Das hat richtig Spaß gemacht!

Da ich verschiedene Sachen ausprobieren wollte, die "jenseits vom T-Shirt" liegen,  hat jetzt nicht nur mein Lichtkasten ein neues Outfit, nein, auch die Lieblingsschuhe wurden nicht verschont. 
Probeplotten für Fusselfreies - Schuhe @frauvau.blogspot.de
Auf Schuhe habe ich das erste Mal etwas geplottet (Flex), und ich bin gespannt, ob und wie gut es halten wird. Immerhin kriegen ja gerade Schuhe ein gerüttelt Maß an "wear and tear" ab!

Etwas mehr Erfahrung habe ich da mit Vinyl auf Tassen...
Probeplotten für Fusselfreies - Tasse @frauvau.blogspot.de
Das hält eigentlich sehr gut... zumindest, wenn man nicht gerade mit dem Drahtschwamm drüberschrubbelt. 
Im letzten Jahr habe ich schon einige beplottete Tassen verschenkt, und das Probeplotten für die Plotterserie "Nähen und Schneidern"* kam mir gerade recht, um auch meine schnöde Nähzimmertasse mal etwas zu "pimpen".
Schlicht, einfach, genial!

Und weil ich noch eine kleine Nähmaschine aus Vinyl übrig hatte, die ich irgendwie zu klein für alles andere fand, hat sogar mein Handy jetzt eindeutigen "Nähbezug"!
Probeplotten für Fusselfreies - Handyhülle @frauvau.blogspot.de
(Uh, und schon wieder ein Stückchen von der Nähnerd-Arya...Bald, bald!)
Es glitzert, es ist Mädchenkram, es ist trotzdem nicht rüschig: Mir gefällt's!

Die hier gezeigten und noch viele Designs mehr könnt ihr bei Georgi käuflich erwerben:
Probeplotten für Fusselfreies - Lichtkasten II@frauvau.blogspot.de

Wer noch mehr Beispiele sehen möchte (ich habe ja nur gaaaaaanz wenig aus der riesigen Serie auch wirklich geplottet), schaut mal auf Georgi's Probeplott-Seite bei facebook vorbei, dort gibt's einen Riesenberg Inspiration und viele, viele tolle Plott-Ideen!

Mir hat es Freude gemacht, meinen Plotter mal wieder ein bisschen Gassi zu führen, und ich habe festgestellt, dass ich ihn eigentlich viel zu selten tatsächlich (aus-)nutze. Demnächst also vielleicht noch mehr in diesem Kino... bis dahin:
Habt es hübsch!
*) Hierbei handelt es sich um Partner-Links. Wenn ihr über diesen Link einen Kauf tätigt, bekomme ich eine kleine Provision. Euch selbst entstehen dabei selbstverständlich keinerlei Mehrkosten!

Sweatjackenexperiment (Modell 20 aus Ottobre 4/2015)

16. Oktober 2016
Eigentlich wollte ich euch letzten Sonntag schon mitnehmen zum zweiten Teil des Wintermantel-Sew-Alongs des MeMadeMittwoch Blogs. Uneigentlich kam mir dann leider etwas dazwischen, so dass es dieses Jahr keinen neuen Wintermantel im Hause Vau geben wird.
Eigentlich wollte ich euch am Mittwoch beim MeMadeMittwoch meinen zweiten Esme Maxi Cardigan (Esme V1.0 ist hier zu sehen) zeigen - aber dann trug ich Esme die ganze Woche nicht, und aus Fotos wurde auch nichts.

Die Tage vergingen ohne Nähen, Stricken, Bloggen, Instagram, dafür mit Leben 1.0 auf allen Kanälen.  Und so gibt es heute etwas, was eigentlich schon vor dem Sommerurlaub fertiggestellt wurde, was aber noch nicht den Weg in den Blog gefunden hat: Das Sweatjackenexperiment.

Schon bei meiner Jerseyversion des Sanibel Romper hatte ich ja geschrieben, dass ich mir eine Coverlock* angeschafft habe und fleißig am Üben bin. In dieser Phase entstand auch eine Sweatjacke für den kurzen Mitbewohner.
Sweatjacke Nr. 20 Ottobre 4/2015 @frauvau.blogspot.de
Schnitt: Sweatjacke Nummer 20 aus der Ottobre 4/2015
Fotolocation: Hamburg, Speicherstadt. Hach, Urlaub! ♥

Der Kleine ist angetan von seiner neuen Errungenschaft und die Jacke hat schon einiges an Wear & Tear hinter sich.
Ihn stören die paar kleinen Nahtfehler nicht, die ich da produziert habe. (Es lösten sich nämlich die Nahtanfänge an manchen Stellen auf. Die konnte ich zwar wieder festtackern, aber das Ergebnis ist eben nicht 100%ig, das ärgerte mich ein bisschen.
Vielleicht habt ihr einen Tip übrig, wie man das vermeiden kann?)
Sweatjacke Nr. 20 Ottobre 4/2015 @frauvau.blogspot.de
Stoff: Monsterfreunde Sweat (farbenmix) aus dem letztjährigen Adventskalender von evli's Needle, aus Stoffmangel kombiniert mit einem Rest hellgrau-meliertem Sweat unbekannter Herkunft und türkisfarbenem Bündchenstoff von www.stoffe.de*.
Sweatjacke Nr. 20 Ottobre 4/2015 @frauvau.blogspot.de
Die Ärmelpatches sind gruselig aufgenäht und ich gebe es offen zu. Direkt im Anschluss habe ich mir den durchsichtigen Decksaumfuß für meine Cover gegönnt, damit ich bessere Sicht habe und sehe, wohin ich nähe.
Die enge Rundung fand ich zudem ziemlich pestig zu nähen. Ich hatte immer Angst, den Stoff zu sehr zu ziehen, statt ihn einfach schön rund um die Kurve zu bringen. Das ist wirklich schwieriger, als von mir gedacht...
Aber okay. Meine Cover und ich, wir üben ja noch!

Die runden Taschen gefallen mir extrem gut und haben auch toll geklappt.
Geklaut sind aus der Ottobre 6/2013 (Modell 19). Leicht abgewandelt und angepasst, und leider etwas zu klein geraten - da hätte ich besser aufpassen und vielleicht mal die Kinderhand vermessen müssen.
Immerhin: "Schatzsteine", Muscheln und Bonbons haben im Urlaub reingepasst - Kind happy!
Sweatjacke Nr. 20 Ottobre 4/2015 @frauvau.blogspot.de
Auffallend dürften noch zwei Änderungen am Schnitt sein: Die Jacke schließt mit Snaps statt Reißverschluss und bekam Bündchen statt Gummizüge verpasst.
Letzteres hauptsächlich wegen der Länge, denn obwohl ich die Jacke in 116 genäht habe, habe ich gute 6 cm in der Länge zugegeben. Erstens mag der junge Mann es so lieber, und zweitens habe ich so die Hoffnung, dass die Jacke vielleicht auch im nächsten Frühjahr noch zum Einsatz kommen kann.

Im Urlaub leistete sie jedenfalls schon gute Dienste!
Sweatjacke Nr. 20 Ottobre 4/2015 @frauvau.blogspot.de
Und oh, da sieht man auch noch meine Nähnerd-Arya ein bißchen blitzen... die stelle ich demnächst noch ausführlicher vor, glaube ich.


Heute gab's also nur  "Kinderkram" am Sonntagabend... nächstes Mal vielleicht wieder was für große Mädels, mal sehen. Ich wünsche euch auf jeden Fall für morgen schon jetzt einen guten Start in die Woche!

Herzlichst, eure

Schwarzbier-Cupcakes mit Ahornsirup-Buttercreme und Bacon... Lecker!

3. Oktober 2016
Versuchungen sollte man nachgeben - wer weiß, ob sie wiederkommen!
Oscar Wilde folgend gibt es heute hier für euch eine echte kleine Versuchung kulinarischer Art:

Wer auf süß-salzige Geschmacksvarianten steht (und wer tut das nicht?!), sollte meinen Schwarzbier-Cupcakes mit Ahornsirup-Buttercreme und Bacon unbedingt mal nachgeben.

Fluffigster Schokoladenteig mit Schwarzbier-Anteil und cremiges Topping mit einem knusprigen Stück Bacon ist einfach himmlisch.

Glaubt mir: Suchtpotential vorhanden!
Schwarzbier-Cupcakes mit Ahornsirup-Buttercreme und Bacon - ein Rezept @frauvau.blogspot.de
Und damit ihr bald mitschlemmen könnt, folgt hier das Rezept für diese süß-salzige Sünde...

MMM | Kirsten Kimono Tee, Flamingo Edition

28. September 2016
Zum heutigen Me Made Mittwoch gibt es bei mir (wohl zum letzten Mal in diesem Jahr) noch etwas Sommerliches zu sehen, denn die letzten beiden Wochen haben uns mit traumhaftem Herbstwetter verwöhnt.
So gab es noch genügend Gelegenheit unter anderem ein weiteres Kirsten Kimono Tee auszuführen, das ich schon zu Beginn des Sommers genäht habe und das seitdem auch schon regelmäßig in der Waschmaschine routieren durfte. Soll heißen: Es wurde oft und gerne getragen!

Ganz unspektakulär gibt es heute also das Kirsten Kimono Tee in der Flamingo Edition:
Me made Mittwoch: Kirsten Kimono Tee, Flamingo Edition @frauvau.blogspot.de
Den Schnitt habe ich ja bereits bei meinem Statement-Shirt verwendet und für gut befunden. Schnell genäht, nicht figurproblematisch und sehr vielseitig.
Bei dieser Version habe ich lediglich die Ärmel um 5 cm verlängert, der Rest ist unverändert.

An Halsausschnitt und Ärmelsäumen habe ich einen Streifen Sommersweat (oder French Terry) mitgefasst, der sich aufrollen durfte.
Am Halsausschnitt hat sich das bewährt, an den Ärmeln ist der Sweatstreifen - so schmal er auch ist - leider einfach einen Tick zu "schwer", weshalb die Ärmelsäume nicht so schön liegen, wie sie sollten. Das war bei Version 1 irgendwie besser, wobei der Streifen dort ja auch aus dem Shirt-Jersey war.
Im Alltag stört mich das nicht weiter, aber für eine weitere Version würde ich es nicht mehr so machen.

Der verwendete graue Viskosejersey hat einen traumhaften Fall, war allerdings echt blöd zu verarbeiten. Hätte ich damals schon meine tolle Cover gehabt, wäre auch der Saum kein Problem  gewesen. So musste die Zwillingsnadel ran, und obwohl ich die sonst echt mag, konnte ich diesem verziehfreudigen, flutschigen Stoff kaum Herr werden. Ich verrate nicht, wie oft ich den Saum wieder getrennt und neu genäht habe... Die Lösung war am Ende eine ganz leichte Bügeleinlage, alles andere war Mumpitz.
Das Tragegefühl ist dafür prima. Leicht, fluffig, aber eben mit schwerem Fall.
Me made Mittwoch: Kirsten Kimono Tee, Flamingo Edition @frauvau.blogspot.de
Auch die Flexfolie in neonpink kam wieder zum Einsatz. Diesmal in Kombination mit einer weiteren in blassrosa. Was läge bei der Farbkombi näher als Flamingos?!
Ja, ich habe ein Flamingo-Phase...

Die Kombination der Flexfolien war übrigens nicht so einfach, denn auf der Neonfolie hält die "normale" Flexfolie relativ schlecht.
Beim Bügeln der zweiten Lage musste ich so lange pressen, dass der neonpinke Flamingo jetzt am Hals ein schickes Muster hat, weil sich der Jersey leicht durchgedrückt hat (sieht man kaum, aber ich weiß es halt...). Umgekehrt, nämlich beim Schriftzug auf dem Rücken zwischen den Schulterblättern, war das Bügeln dann gar kein Problem.
Man lernt eben nie aus!

Hier gibt es nur ein unspektakuläres Shirt zu sehen, aber ich bin mir sicher, dass es in der heutigen Linkliste des MeMadeMittwoch-Blogs unter Führung von Frau Bunte Kleider in ihrer "Urlaubsrettungs-Esme" ganz viele wirklich tolle selbstgenähte Kleidung zu sehen gibt.
Deshalb: Nichts wie hin zum MMM!

Nochmal in Kürze:  
Schnitt: Kirsten Kimono Tee, kostenlos via Maria Denmark, Ärmel 5 cm verlängert
Stoff: Viskosejersey, extrem gut abgelagert. Ich glaube, von buttinette.
Flexfolien: Happy Fabric
Flamingos: Silhouette Store

Und nicht vergessen: Im Taubenschwarm, sei ein Flamingo!

Herzlichst, eure

MMM | Betty Dress in der Nähnerdversion

14. September 2016
Am heutigen MeMadeMittwoch möchte ich nochmal mein Betty Dress in der Nähnerdversion zeigen.

Nach gut vier Wochen hat sich das Kleid als echtes Lieblingsteil herauskristallisiert und ich bin sehr froh, dass der Sommer nochmal zurückgekommen ist und das Kleid noch so oft zum Einsatz kommen konnte!

Tatsächlich fühle ich mich in diesem Kleid pudelwohl, und das wiederum fühlt sich gut an, wenn ihr versteht.
Entgegen der Befürchtung, dass die doch recht weit außen sitzenden Träger irgendwann nerven könnten, muss ich nicht den ganzen Tag herumzuppeln oder korrigieren.

Und ganz besonders mag ich die Silhouette... 
Betty Dress von Sew Over It in der Nähnerdversion @frauvau.blogspot.de
Ja, zum Kleid trage ich Chucks... ♥
Im Büro heute habe ich das Kleid ohne Petticoat getragen.
Nicht nur, weil das beim Klettern auf die Aktenschränke stört, sondern auch, weil bei über 30° ein Petticoat einfach nervig ist. Gut sieht's ja aus, aber das sind mir heute einfach ein paar Stofflagen zuviel.
Trotzdem fällt das Kleid gut und sieht nicht lappig aus.

Ich überlege, ob ich mir noch die Ergänzung für die langen Ärmel zulegen sollte, um das Kleid noch etwas ganzjahrestauglicher zu machen.
Andererseits: Ein schwarzes Strickjäckchen findet sich ja im Schrank, wenn es im Herbst kühler werden sollte.
Betty Dress von Sew Over It in der Nähnerdversion @frauvau.blogspot.de
Meine geplante Zweitversion ist noch nicht angefangen, aber ich bin nach den letzten Wochen restlos überzeugt: Es wird sie geben. Die Nähnerd-Betty wird spätestens im Frühjahr eine Schwester bekommen.

Da ich meine Nähnerd-Version vom Betty Dress von "Sew Over It" mit allen notwendigen Infos und gaaaaaanz vielen Bildern schon mittem im Sommerloch vor vier Wochen in [diesem Posting] genauer vorgestellt habe, erspare ich euch heute die Wiederholung weiterer Details.
Stattdessen entlasse ich euch ganz zügig zum MeMadeMittwoch, wo sich wie immer viele Nähnerds in selbstgenähter Kleidung tummeln: Die Linkliste findet ihr [HIER].


Angeführt werden wir heute von Monika, die leider Abschied vom MMM-Team nimmt.
Man vergisst allzu oft, wie viel Arbeit im MMM-Blog eigentlich drinsteckt, und wie viele Leute sich da wirklich mit viel Zeit und Liebe einbringen. Danke euch allen! ♥
 
Wir sehen uns spätestens beim WMSAL16, oder?
Das heißt, falls der Sommer nicht einfach bleibt... ;)

Bis dahin: Habt es hübsch!

Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht!

11. September 2016
UPDATE!
(19.09.216) Wie mir vom Verlag freundlicherweise mitgeteilt wurde, werden die Schnittbögen neu überarbeitet!
Danke an den Topp-Verlag für diese Information!



Als ich vor ein paar Wochen die Ankündigung des Buches "Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitt, die man wirklich braucht!" vom Topp-Verlag sah, war ich gespannt wie ein Flitzebogen:
Schon das Cover sprach mich sehr an, und die Autorenliste wurde tatsächlich von Inge Szoltysik-Sparrer angeführt!

Wer hätte nicht gerne zu einer kompletten Grundgarderobe auch noch Nähtipps von "Pingel-Inge" aus "Geschickt eingefädelt", die in jeder einzelnen Folge für professionelle und ordentliche Verarbeitung eintrat?!
Ich jedenfalls war nach Lesen der Beschreibung Feuer und Flamme!
Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht! - Eine persönliche Rezension @frauvau.blogspot.de
In der Tat hält das 320 Seiten starke Buch das, was es verspricht - allerdings für die ein- oder andere Hobbyschneiderin durchaus mit kleinen Wermutstropfen versehen.



Der großzügige Technikteil (207 Seiten) enthält viele umfassende grundlegende Informationen und Techniken und ist an sich schon ein komplettes Nachschlagewerk, in dem auch fortgeschrittene Hobbyschneiderinnen immer wieder einmal blättern dürften.

Enthalten sind in den ersten zwei Dritteln des Buches unter anderem allgemeine Infos zu Nähmaschine und diversen Nähfüßchen, über die Verwendung der unterschiedlichen Maschinennadeln, Erklärung zu unterschiedlichen Kurzwaren und eine Zusammenstellung der wichtigsten Materialien und "Must Haves" für frustfreies und effizientes Arbeiten.

Außerdem werden verschiedene Maschinen- und Handnähte sowie Nähtechniken (z. B. Kappnaht, französische Naht, verschiedene Säume, Falten etc.) erklärt und Informationen zu Zuschnitt und Modellanpassungen gegeben.
Ergänzt werden die nähtechnischen Grundlagen durch eine kleine Stoff- und Textilkunde sowie eine kurze Vorstellung verschiedener Einlagearten.
Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht! - Eine persönliche Rezension @frauvau.blogspot.de
Der Technikteil ist durchgehend bebildert und deckt wirklich alle Grundlagen ab, die die Hobbynäherin braucht, hier ist der Titel des Buches tatsächlich Programm - allerdings nur, wenn besagte Hobbynäherin nicht vielleicht bereits ein Grundlagenwerk im Schrank hat: In diesem Falle wäre der immerhin 2/3 des Buches ausmachende Technikteil eigentlich unnötig.

Wer eventuell "Nähen - Das Standardwerk" besitzt, würde hier sogar eine (gekürzte?) Variante des Buches nochmal kaufen, denn die Autorinnen Brigitte Binder, Karin Roser und Jutta Kühnle, die in "Mode schneidern..." für den Technikteil verantwortlich sind, haben auch besagtes Standardwerk geschrieben: Hier wurde eindeutig Material wiederverwendet.

An sich ist das nicht weiter tragisch, denn gerade Grundlagen ändern sich ja nicht, und da sich "Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht!" meiner Meinung nach hauptsächlich an Anfänger richtet, ist das vielleicht auch ganz gut so.
Allerdings sollte man überlegen, ob nicht gerade Anfänger vielleicht erst kürzlich ein umfassendes Grundlagenwerk gekauft haben - bei mir zumindest war das damals das allererste Nähbuch in meinem Schrank.
Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht! - Eine persönliche Rezension @frauvau.blogspot.de
Wer sich bereits an dieser Stelle über Profitipps von (der immerhin an erster Stelle der Autoren genannten) Inge Szoltysik-Sparrer gefreut hätte, wird etwas enttäuscht sein: Diese Tipps kommen leider erst im Modellteil, was ich ein kleines bisschen schade finde.
Man hätte hier vielleicht doch schön kleine, allgemein gehaltene Profi-Kniffe aufnehmen können, wenn denn schon ein so umfassender Technikteil enthalten ist.
Andererseits hätte man dann den Grundlagenteil komplett neu setzen müssen, was natürlich eine Wiederverwendung von bereits vorhandenem Material schwieriger macht.



Die in "Mode schneidern..." enthaltenen 18 Modelle findet man dann ab Seite 210.
Für Design und Schnitte zeichnet sich Tuula Hepola verantwortlich: Das ist "Ottobre"!
Ich mag die Ottobre Modelle. Sie sind schlicht aber nicht langweilig, und so setzte ich gewisse Erwartungen in das Buch.

Natürlich sollte jeder Hobbynäherin klar sein: Eine Hose ist eine Hose ist eine Hose, und ein Rockschnitt wird vielleicht im Laufe der Zeit enger, weiter, länger oder kürzer, aber es bleibt nunmal ein Rock.
Extreme Neuerungen gibt es kaum noch, und wenn man denn Zeit und Lust hätte, könnte man aus einem guten Basisschnitt wirklich viel mehr herausholen, als wir es alle tun.

Trotz dieser Gewissheit hatte ich mir von dem Buch "neue" Schnitte versprochen. Eben solche, die diese typische Ottobre-Eleganz und Lässigkeit mitbringen. Solche, die man - je nach Stoffwahl - sowohl im Büro als auch in der Freizeit tragen kann, und dabei nie over- oder underdressed wirkt.
Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht! - Eine persönliche Rezension @frauvau.blogspot.de
Genau das halten die Modelle auch.
Tatsächlich bilden die Schnitte eine sehr schöne Grundlage für eine komplette Garderobe: Enthalten sind unter anderem verschiedene Röcke, eine Jeans und eine Bleistifthose, leicht (ab-)wandelbare Kleidvarianten (Etuikleid, Kleid in A-Linie, Maxikleid), diverse Oberteile (Blusen und Shirts) und sogar eine Trenchjacke.

Alle Modelle sind sehr ansprechend und es ist sicher für jeden Geschmack und Bedarf etwas dabei.

Die Trenchjacke und die Jeans dürften sogar erfahrenere Hobbyschneiderinnen fordern, während die Shirts und Röcke auch für blutige Anfänger Erfolgserlebnisse bieten.

Jedoch auch hier ein Wermutstropfen: Die enthaltenen Modelle sind Neuauflagen aus vergangenen Ottobre Woman Magazinen. Abonnenten oder regelmäßige Käufer der Ottobre Woman werden in ihrem Heftarchiv sicherlich alle Schnitte finden.

Interessehalber habe ich mal mein (sehr unvollständiges) Heftarchiv durchforstet und wirklich auf den ersten Blick schon einige Modelle entdeckt.
Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht! - Eine persönliche Rezension @frauvau.blogspot.de
Das tut der Schönheit der (für das Buch auch nochmals neu genähten) Modelle keinen Abbruch, aber es fällt eben auf und sollte dem Käufer auch klar sein. 
Auch die Anleitungen sind aus der Ottobre übernommen und gewohnt zweckmäßig.



Wie bereits erwähnt, finden sich im Modellteil auch endlich die versprochenen Profitipps von Inge Szoltysik-Sparrer, und zwar zu jedem Modell.
Ob diese Profitipps nun wirklich immer hilfreich sind, möge jeder für sich selbst entscheiden - ich ganz persönlich war etwas enttäuscht, dass sie vereinzelt gar nicht näh- oder modellbezogen sind.

Natürlich: Es kommt immer auf den Kenntnisstand des Lesers an. Aber bei einer Seidenbluse einen Tipp zum Entfernen von Nähmaschinenölflecken einzufügen, fand ich irgendwie seltsam.
Der Tipp an sich ist ja prima - aber ich hätte mich hier mehr über Tipps zum Nähen von Seide gefreut, die ja bekanntlich eine echte Diva ist.
Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht! - Eine persönliche Rezension @frauvau.blogspot.de
Bei der Jeans bezieht sich der Profitipp gar auf's Bügeln nach der Wäsche. Ja, der Tipp ist schön und gut (wenn man Jeans denn bügelt... ich streichle ja nur glatt...) - aber als hilfreichen Profitipp hätte ich mir eben etwas anderes erwartet.

Es gibt jedoch auch einige wirklich gute Tipps allgemeiner Natur.
Ich vermute fast, dass die enthaltenen Profitipps ganz bewusst so ausgewählt wurden, dass Anfänger nicht überfordert sind.
Das würde auch erklären, warum sie auf kleine Kästchen beschränkt wurden und keine "Pingel-Inge"-Anweisungen und Verarbeitungsvorschläge in den Nähanleitungen enthalten sind, wo sie sich die fortgeschrittene Hobbyschneiderin vielleicht gewünscht hätte.



Alle Modelle sind in Originalgröße auf zwei dem Buch beiliegenden Schnittbögen in den Größen 34 - 52 enthalten.
Vorteil: Es ist kein Ausdrucken und Kleben wie bei Schnitten von einer CD notwendig - das finde ich toll!
Nachteil: Puh. Die Schnittbögen...
Ich bin ja hart im Nehmen, aber hier hat man tatsächlich die Grundlage für bösen Frust geschaffen.
Als ich in der ersten Kundenrezension beim amazon gelesen hatte, dass die Schnittbögen eigentlich eine Zumutung sind, dachte ich noch "Ach, so schlimm kann's gar nicht sein", aber es ist in der Tat so schlimm.
Leider, leider, leider.
Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht! - Eine persönliche Rezension @frauvau.blogspot.de
Jede Hobbyschneiderin ist es gewohnt, dass auf einem Schnittbogen Modelle übereinander liegen und sich viele Linien kreuzen. Die meisten kennen das eben schon aus der Ottobre, Burda oder anderen Schnittmusterzeitschriften und können sich auf einem solchen Bogen auch zurechtfinden, aber hier ist das wirklich extrem schwierig.
Die Linien sind hauchdünn, was die Orientierung selbst durch ganz dünnes Seidenpapier zur Qual werden lässt.

Blutige Anfänger, an die sich dieses Buch meiner Meinung nach ja auch richtet, werden schnell das Handtuch werfen wollen.
Warum hat man nicht eine dickere Linienstärke verwendet wie z. B. in der Ottobre üblich?
Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht! - Eine persönliche Rezension @frauvau.blogspot.de
links: Ottobre und Buchschnittbogen im Vergleich.
rechts: Beide Schnittbögen unter Standard-Seidenpapier.
Nicht, dass das Linienchaos weniger wäre... aber wenigstens sieht man, was man abzeichnen soll.

Ich habe mich für sehr schlau gehalten und unter meinen Glastisch eine Lampe gestellt weil ich dachte, so leichter abpausen zu können... leider erwies sich das als Fehlschlag, denn die Schnittmusterbögen sind selbstverständlich beidseitig bedruckt. Es scheint also die zweite Seite durch, das dünne Linienchaos wird nur größer.



Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht! - Eine persönliche Rezension @frauvau.blogspot.de
Mein Fazit:

Wer noch kein Grundlagenbuch und auch noch keine größere Schnittmuster- oder Magazinsammlung besitzt, ist mit "Mode schneidern - Alle Technike und Schnitt, die man wirklich braucht!" gut bedient!
Anfänger haben auf einen Schlag einen umfassenden Ratgeber und eine Grundgarderobe, und auch fortgeschrittene Hobbynäherinnen dürften an Technik- und Modellteil ihre Freude haben. Hier hält der Titel "Mode schneidern...", was er verspricht und ist sicher auch günstiger als die Einzelanschaffung aller seiner Bestandteile.

Wer allerdings mit Nähbüchern und (Ottobre-) Zeitschriften ausgestattet ist, vielleicht schon ein kleines bisschen Erfahrung hat und deshalb explizit auf die Profitipps von Inge Szoltysik-Sparrer gelauert hat, sollte lieber auf ein anderes Buch warten.

Für Anfänger und Fortgeschrittene gilt leider gleichermaßen: Von den Schnittmusterbögen dürfte niemand begeistert sein.
Hier sollte der Verlag dringend darüber nachdenken, diese für eine zweite Auflage zu überarbeiten. Man kann zwar mit den Bögen arbeiten, aber Spaß sieht anders aus... und die Freude der beginnenden Hobbyschneiderin am ansonsten wirklich schönen und umfassend ausgestatteten Buch dürfte spätestens beim Abpausen verfliegen - das ist schade.


UPDATE!
(19.09.216) Wie mir vom Verlag freundlicherweise mitgeteilt wurde, werden die Schnittbögen neu überarbeitet!
Das freut mich sehr und macht das Buch sicher auch für diejenigen interessant, die bisher einzig vom Schnittbogen abgeschreckt waren.
Danke an den Topp-Verlag für diese Information!







An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich ♥ beim Topp-Verlag, der mir unentgeltlich und verpflichtungsfrei ein Rezensionsexemplar von "Mode schneidern - Alle Techniken und Schnitte, die man wirklich braucht!" zur Verfügung gestellt hat!
Dieser Text spiegelt meine Meinung wieder, sollte euch jedoch nicht davon abhalten, euch selbst eine Meinung zu bilden!
Bei eventuell mitlesenden Herren möchte ich mich entschuldigen, dass ich fast nur die weibliche Form verwende. Ich bin mir bewußt, dass es auch Hobbyschneider/-näher gibt - bitte fühlt euch einfach einbezogen! :)

Stokx Knitterkleid | Probenähen für Crafteln.de

8. September 2016
Pünktlich zur Eröffnung des Crafteln.de-Schnittmustershops gibt es nun auch das zweite, von mir zur Probe genähte Schnittmuster zu sehen: Das Stokx Knitterkleid, hier in der Blusenversion.
Stokx Knitterkleid - Blusenversion - frauvau.blogspot.de für crafteln.de
Wie auch beim Partyrock habe ich mich an freundlichem Schwarz vergriffen. Und wiedermal festgestellt, dass Schwarz ganz schlecht zu fotografieren ist.

Das Knitterkleid (bzw. die Bluse) besteht aus zwei Vorderteilen mit seitlichen Brustabnähern, einer zweiteiligen Rückenpasse,  einem rückwärtigen "Schößchen", einem großen, voluminösen Kragen und Raglanärmeln mit Abnähern. Beim Kleid kämen nach Gusto noch Taschen hinzu.
Stokx Knitterkleid - Blusenversion - frauvau.blogspot.de für crafteln.de
Der Saum verläuft nach hinten schräg, was mir in diesem Fall tatsächlich auch so gefällt. Normalerweise bin ich ja eher für gerade Säume, aber wegen dem weit geschnittenen unteren Rückenteil fällt die ganze Bluse so gefälliger und schöner.

Das Stokx Knitterkleid wird eigentlich im schrägen Fadenlauf zugeschnitten und benötigt dadurch eine fast beängstigende Menge Stoff. In der von mir genähten Größe 2 als kurzärmelige Bluse wird der Stoffverbraucht mit fast 2 m angegeben.
Stokx Knitterkleid - Blusenversion - frauvau.blogspot.de für crafteln.de
Da mir leider kein leichter, knitterfreundlicher(!) Batitst in ausreichender Menge zur Verfügung stand, habe ich mich kurzerhand über alles hinweggesetzt und einen hauchfeinen Crash-Stoff unbekannter Zusammensetzung aus meiner "Giftkiste" verwendet:
Knitter-Effekt bereits vorhanden, und ich konnte alles im geraden Fadenlauf zuschneiden. Der Stoffbedarf lag somit bei mir knapp unter 1,50 m.

Warum der Stoff in der Giftkiste landete, war mir dann nach der ersten Naht klar: Bügeln "ist nicht".
Also habe ich (so gut wie möglich) mit viel Dampf und ohne Bügeleisenberührung die Nähte glattgestreichelt.  
Die Säume habe ich dann als Rollsäume gearbeitet. Sie wellen zwar jetzt, aber das stört mich nicht wirklich weiter, es passt zum feinen Stoff.  Bei richtigem Zuschnitt im schrägen Fadenlauf und mit bügelbarem Stoff wäre das Endergebnis sicher schicker.

Fazit für mich: Manchmal hat der Schnitthersteller eben doch recht!
Nächstes Mal werde ich also einen Stoff besorgen, der schon beim Hingucken knittert. Den haben wir ja eigentlich alle im Schrank, aber das Stokx Knitterkleid wäre nun auch endlich mal die passende Verwendung dafür.

Was mir an der sonst recht schlichten und einfachen Bluse am besten gefallen hat, war der Kragen.
Stokx Knitterkleid - Blusenversion - frauvau.blogspot.de für crafteln.de
Da sieht man auch: Der Stoff ist wirklich hauchfein...
Oder besser: Die Kragenverarbeitung.

Ich liebe ja so kleine Finessen. Technische Spielereien, die man vielleicht von außen noch nichtmal sieht. Hier ist es eben die besagte Verarbeitung des Kragens.

Vorne und an den Schultern ist weder innen noch außen eine sichtbare Naht. Der Kragen wird quasi verstürzt verarbeitet, so dass man lediglich hinten innen eine kleine Steppnaht sieht.

Das ist im Schnitt auch schon die kniffligste Stelle, aber Meike hat die Arbeitsweise wirklich extrem gut beschrieben, so dass man wirklich gedanklich nachvollziehen kann, was da passiert. 
Stokx Knitterkleid - Blusenversion - frauvau.blogspot.de für crafteln.de
Auf den Bildern sieht man auch gut, dass mein Stoff bereits einen Crinkle-Effekt hat. Das Nähen dieses Stoffes war ziemlich pestig, wenn ich so frei sein darf. Ich wiederhole nochmals für mich: Nächstes mal wirklich streng nach den Materialangaben von Frau Crafteln!
Beim Kragen ist auch "in sich" schon eine kleine Drehung vorgesehen, die - zusätzlich zum schrägen Zuschnitt - eine tolle Drapierung garantiert.
Während man bei voluminösen Krägen gerne den ganzen Tag herumzuppelt, damit das Ding richtig liegt oder liegenbleibt, muss man sich bei der Stokx Knitterbluse wirklich keine Sorgen machen: Dickes "Like", wie man neudeutsch sagen würde!
Stokx Knitterkleid - Blusenversion - frauvau.blogspot.de für crafteln.de
Die Anleitung für das Stokx Knitterkleid ist - wie auch schon beim Partyrock - gut geschrieben und wirklich leicht verständlich.

Wenn mal zugeschnitten ist, geht der Rest eigentlich flott von der Hand. Meine Bluse war innerhalb eines Sonntagvormittags genäht (zugeschnitten hatte ich schon vorher), lediglich das Säumen habe ich dann vor mir hergeschoben.

Das Stockx Knitterkleid ist ideal im Sommer: Leicht, ungefüttert, relativ weit... also absolut perfekt für heiße Tage, Strand und Stadtbummel.
Vielleicht auch mal mit Schrägbandeinfassung am Halsausschnitt statt drapiertem Kragen? Ich glaube, dass man aus dem Schnitt echt viel rausholen kann. Gerade das ist ja der Vorteil an so schlichten Schnitten: Sie sind unglaublich wandlungsfähig!

Ab sofort gibt's den Schnitt für das Stokx Knitterkleid und den [bereits hier verbloggten] Stokx Partyrock auch zu kaufen, und zwar im funkelnagelneuen Crafteln.de Shop! (an dieser Stelle bitte Champagnerkorkenknallen einfügen!)

Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an Meike (Frau Crafteln), die mir den Schnitt vorab zum Probenähen zur Verfügung gestellt hat, und zwar kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, von Anfang an dabei sein zu können! ♥

Seid gespannt auf mehr und schaut doch mal rein im Crafteln.de Schnittmustershop!