Fintry. Strickjacke mit eingebautem Meerweh.

19. September 2017
Habe ich sie noch nicht gezeigt?
Nein?
Na dann hole ich das noch schnell nach!
Hier kommt die "ich-träume-vom-Meer"-Strickjacke, die mich seit dem Frühjahr begleitet hat.
Strickjacke Fintry von Kate Davies mit Ankern und Streifen
Strickmuster: Fintry von Kate Davies (aus dem Buch "Yokes" - sehr empfehlenswert, btw!)

Von Kate Davies war auch die Anleitung für eine meiner Lieblingsjacken (Braid Hills, hier schon vorgestellt), so dass ich hier ziemlich selbstsicher ans Werk gegangen bin und Anpassungen "unterwegs" gemacht habe.

Hier sehe ich einen eindeutigen Vorteil beim Stricken: Wenn es nichts wird, kann man auftrennen. Das Material ist immer noch da, man kann größer oder kleiner stricken oder die Passform ändern, alles kein Drama. Beim Nähen ist das Material halt dann (zum größten Teil) versaut, wenn man nicht vorher alles bedenkt.
Das aber nur nebenbei, denn ich musste nicht trennen (Horrido!).
gestreifte Strickjacke mit FairIsle-Muster mit Ankern
Garn: Wollmeise Pure in den Farben Natur, Himbeere und Ahoi, verstrickt auf 3,25 mm Nadeln.

Die offensichtlichen kleineren Änderungen im Design sind meiner fixen Idee geschuldet, dass die Jacke Streifen haben müsste. Dazu kam später, im Verlauf des Strickens, eine Musterbordüre. Maritim. Klar...
Das Ankermuster habe ich auf Pinterest gefunden. Meerweh zum Tragen, sozusagen.

Leider musste ich im Fairisle-Teil in den Musterreihen auch links stricken. Das Gestrick ist deshalb an der Stelle nicht so kompakt und gleichmäßig, wie ich es eigentlich gewohnt bin.
Gleichzeitig fühlt sich das naturfarbene Garn dünner an, als das gefärbte, obwohl es die gleiche Qualität ist. Hat das schonmal jemand bemerkt oder ist das Einbildung von mir?
Einstrickmuster mit Ankern im Detail
Zweifarbig links stricken ist die Pest, finde ich.
Im Nachhinein würde ich das auch so nicht mehr stricken, sondern lieber gleich einen Steek einplanen. Aber was will man machen, wenn während des Strickens plötzlich so eine Idee auftaucht?!
Strickjacke Fintry von Kate Davies mit Ankern und Streifen
Einziges echtes Manko ist der Ausschnitt. Fintry sieht wirklich nur mit entsprechend ausgeschnittenen Kleidern oder Oberteilen gut aus. Über einem T-Shirt wirkt es seltsam.
Trotzdem mag ich die Jacke.
Jetzt brauche ich halt noch ein paar mehr Oberteile mit U-Boot-Ausschnitt.

Die Knöpfe mag ich ganz besonders. Die sind aus dem örtlichen Wollgeschäft.
Da es nicht mehr genügend blaue Knöpfe gab, habe ich zwei rote im gleichen Stil mitgenommen und bin sehr angetan davon, wie diese "Notlösung" sich macht.
Fairisle-Strickjacke mit Ankermuster an der Passe
Auf dem Bild rechts oben sieht man, dass die Knopfleiste nicht ganz gerade ist.
Woran das liegt, kann ich leider nicht sagen, aber zwischen den oberen beiden Knöpfen klafft sie immer etwas, seltsamerweise auch im ungetragenen Zustand.
Vielleicht gibt sich das, wenn ich ein Webband unter die Knopfleiste nähe?
Fintry - Rückenansicht der Jacke
Fintry ist auf jeden Fall ein tolles Strickmuster, und wer nach einer "weißen Leinwand" sucht, der kann dieses Strickmuster gut für sich anpassen.

Bei dieser Jacke musste ich nur die Taille tiefer setzen (das war auch schon bei der Braid Hills so) und habe die Abnahmen an der Passe entsprechend des Musters versetzt. Die Änderungen sind also überschaubar.

Und welches Sommer-Meerweh-Teil nehmt ihr mit in den Herbst?
Ich werden zumindest versuchen, meine Frühlingsjacke mal fertigzustellen, die liegt nämlich immer noch ziemlich ungeliebt in der Ecke...

Habt es fein!

MMM | Sanibel Romper von Hey June Handmade

13. September 2017
Schwupp, schon sind die Ferien vorbei!
Nicht nur beim MeMadeMittwoch, wo es letzte Woche ja schon wieder losging, sondern auch in Bayern.
Richtig genossen haben wir die Ferien. Die letzten, die wir noch mit einem Kindergartenkind verbracht haben, denn seit gestern haben wir ein Schulkind! Ich kann kaum glauben, wie die Zeit vergeht...

Genäht, gebloggt und am Internet gehangen wurde nur sehr wenig. Zu wichtig war die Zeit, die einfach ganz anders verbracht werden wollte. Zu viel stand noch auf dem Plan, was noch erledigt werden wollte. "Noch mal eben...!"

Nachdem die ganze Aufregung jetzt etwas nachlässt, kann ich zumindest am heutigen MeMadeMittwoch wieder mitspielen und zeige - dem miesen, fiesen Herbstwetter draußen zum Trotz - meinen zweiten Sanibel Romper.
Sanibel Romper als Jumpsuit in Zweiteiler-Optik
Mit dieser Neuauflage aus Webware bin ich nicht ganz so glücklich wie mit meinem ersten Sanibel Romper aus Jersey.
Obwohl beide Stoffe ganz wunderbar sind und toll fallen, finde ich den Schnitt in dieser Form an mir irgendwie nicht gelungen...